Sonntag, 12. März 2017

E-Book Rezension: Barbara Schinko "Ein Mantel so rot (Märchenspinnerei 2)"



Inhalt:
Eine rote Kapuze. Ein Jäger und ein Wolf.
Als Zoyas Mann zum ersten Mal die Gestalt eines Wolfs annimmt, ahnt Zoya nicht, welches Unglück damit über sie und ihr Dorf hereinbricht. Wie liebt man jemanden, der kein Mensch mehr ist? Haben die anderen Dorfbewohner mit ihren Befürchtungen Recht – wird Zoyas Mann seinen Namen vergessen und sich in ein Mischwesen aus Mensch und Tier, einen „rasenden Wolf“, verwandeln?
Zoya kämpft um ihre Liebe. Kann sie mit Hilfe Grischas, des Jägers, den Fluch abwenden?

Rotkäppchen mal anders: In „Ein Mantel so rot“ verwebt die Autorin Barbara Schinko Elemente des bekannten Märchens der Brüder Grimm zu einer ebenso bittersüßen wie düsteren Geschichte über die Liebe zwischen einer jungen Frau … und ihrem Wolf.
Der Roman ist in sich abgeschlossen. Band 2 aus der Reihe der Märchenspinnerei


Meine Meinung:
Ich kam recht schnell in das Buch rein. Das schon mal vorweg. Die Parallelen zu dem Märchen "Rotkäppchen" sind gut heraus gearbeitet, so dass man beim Lesen deutlich merkte, dass es sich um dieses Märchen handelt. Noch deutlicher wurde es, da Zoya irgendwann auch Rotkäppchen genannt wird.
Das Buch lässt sich zunächst recht flüssig lesen, als dann aber Teil 2 (in dem Buch) kam, war ich zunächst erstmal ein wenig verwirrt und hatte große Schwierigkeiten dem Buch zu folgen. So dass ich dann noch mal einige Seiten zurück geblättert habe und nachgelesen hab, was passiert war. Danach ging es dann zum Glück wieder. Das fand ich schade, aber ich weiß auch nicht genau, warum ich da so verwirrt war, vielleicht war ich beim Lesen auch kurze Zeit einfach nicht aufmerksam genug - manchmal reicht das ja schon aus.

Zoya fand ich teilweise ein wenig naiv und dadurch manchmal anstrengend. An anderen Stellen aber fand ich sie echt klasse. Zu Rotkäppchen passt diese Naivität natürlich, aber dennoch fand ich es schon wieder zu viel. Ich denke das hätte die Autorin auch anders lösen können.



Die Thematik Alkoholismus findet einen großen Stellenwert in diesem Buch - das Thema finde ich sehr wichtig. Nur schade finde ich es, dass Zoya sich da gegenüber Grischa nicht stärker macht und dagegen mehr gegen auszusetzen hat. Was allerdings aber irgendwie auch realistisch ist, dass sie es nicht macht. Denn auch im wahren Leben ist dies ja oft der Fall. Für mich geht das auch ein bisschen in Richtung Co-Abhängigkeit, was auch ein spannendes Thema ist, aber hier nicht richtig erwähnt ist, sondern eher von mir rein interpretiert wurde.
Auch wie sehr sie noch an ihrem Venko hängt wird immer wieder deutlich - mehr möchte ich hier aber nicht verraten, sonst würde ich spoilern und ich möchte euch ja nicht das Buch verderben.

Es ist anders, als das erste Märchen, der Märchenspinnerei. Dies ist düster und hat irgendwie auf mich größtenteils eine bedrückende Atmosphäre gehabt. Weitestgehend fand ich das gut, an manchen Stellen aber leider fast ein bisschen viel.
Ich fand es durch meine Verwirrung  - auch ein bisschen schwerer zu lesen wie das erste Märchen. Das finde ich ein bisschen schade. Dennoch hoffe ich, dass ihr dem Buch eine Chance gebt.

3 von 5 Punkten

Kindle E-Book
2,99 Euro
ASIN: B06XBFDWHR
68 Seiten

1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

Huhu! :)

Ich kannte dieses Buch der Autorin noch gar nicht. 2014 habe ich "Kirschkernküsse" von ihr gelesen und war hin und weg <3 Deshalb werde ich mir auch dieses hier mal vermerken. Die düstere Stimmung von der du erzählst, stört mich nämlich gar nicht. ;)

Liebste Grüße
Nina von
BookBlossom ♥♥♥

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