Mittwoch, 24. Juni 2015

Buchrezension: Maureen Johnson "Die Schatten von London - In Memoriam"



Achtung könnte Spoiler enthalten, da es sich hierbei um den 2. Band handelt.

Inhalt:
Rory hat den Einsatz gegen den Ripper überlebt, wenn auch nur knapp. Rory ist in Therapie, doch sie mag diese nicht und will wieder zurück ins Internat, dahin wo alles geschah. Und dies darf sie nach einiger Zeit auch. Die Shades scheinen jedoch wie vom Erdboden verschluckt. Doch als neue Mordfälle London erschüttern, sind sie wieder gefragt. Rory bietet ihre Hilfe an, doch diese wollen sie nicht annehmen, weil sie kein Mitglied der Shades ist. Aber Rory hat einen Plan...kann sie die Shades damit überzeugen?

Meine Meinung:
Dies ist ein sehr gelungener 2. Band. Ich fand ihn fast noch spannender wie den 1. Dies kann jedoch auch daran liegen, dass mir Rory und die Shades eine ganze Ecke mehr ans Herz gewachsen sind, und ich auch unbedingt wissen wollte wie es weiter geht. Der Autorin ist es gelungen gut an den 1. Band anzuknüpfen. Ich wusste auch sofort wieder, worum es geht, was bisher passiert ist und war gespannt was noch alles passiert.

Die Spannung wird das gesamte Buch über gehalten. Zum Ende möchte ich nur sagen, dass es ein Cliffhanger ist und ich jetzt unbedingt Band 3 lesen möchte, auf diesen muss ich aber noch bis zum Erscheinungstermin im Dezember warten - vorbestellt habe ich ihn jedoch direkt nach dem Lesen von diesem Buch, einfach weil ich unbedingt erfahren will, wie es mit Rory und den Shades weitergeht.

Die Charaktere wirken jetzt noch lebendiger, ich habe noch mehr über sie erfahren und dadurch sind sie mir auch noch sympathischer geworden und ich konnte mich noch besser in sie hineinversetzen. Rory mag ich besonders gern, ihre Art ist einfach umwerfend - wobei ich glaube das man es nicht so einfach wegstecken kann, wenn man dem Tod nur knapp davon kam. Aber das glauben in dem Buch ja auch einige, von daher finde ich das gut umgesetzt. Ich mag es, dass sie weiter machen will und das auch tut. Ihren Mut bewundere ich an der ein oder anderen Stelle - das sie so mutig ist wurde mir in Band 2 noch bewusster wie im 1.

Das Buch lässt sich unheimlich flüssig lesen, die Autorin schreibt sehr ansprechend und bildlich (ich konnte mir jeden Ort sehr gut vorstellen).
Toll finde ich auch, dass die Orte an denen sich die Charaktere aufhalten recht genau beschrieben und vorallem auch benannt sind - da ich schon in England war, habe ich so einige Orte wieder erkannt und konnte mir noch genauer vorstellen wo sie sich gerade befinden.

Das Cover passt super zu dem Buch und ist toll gestaltet.

5 von 5 Punkten

cbt
Taschenbuch
384 Seiten
13,99 Euro
ISBN 9783570309995

Dienstag, 23. Juni 2015

Buchrezension: David Slattery "How to be irish"



Inhalt:
Eine Anleitung zum irisch sein in 10 Kapiteln. In denen geht es unter anderem um Beerdigungen, Handwerker, im Pub, auf einer Hochzeit...
Für alle die sein wollen wie die Iren, oder selbst eigentlich einer sind, aber schon ewig im Ausland leben...

Meine Meinung:
An dieses Buch sollte man mit einer gewissen Portion Humor gehen, und es nicht allzu ernst nehmen - das erstmal vorweg. Ich denke manche erwarten hier schnell was ganz anderes, was ernstes, an das man sich wirklich halten sollte, in dem kein Witz ist...aber hier ist verdammt viel Witz drin.

Ich war einmal in Irland, und mir hat es da sehr gut gefallen, die Menschen, das Land...deswegen bin ich auch auf dieses Buch gestossen.
Es hat einen Moment gedauert, bis ich wirklich in das Buch eingestiegen bin, aber dann fand ich es auch gut.

Die Kapitel haben eine tolle Länge, so dass man auch mal eins zwischendurch lesen kann, was aber auch daran liegt, dass die Kapitel noch in Unterkapitel aufgeteilt sind - diese Aufteilung hat mir sehr gefallen und ich wusste beim Lesen so auch immer ganz genau worum es gerade genau geht.

Das Buch ist sehr überzogen gestaltet, Übertreibungen machen sehr viel dieses Buches aus - genau das macht auch den Witz des Buches aus. An der ein oder anderen Stelle musste ich schon grinsen, an anderen nur leicht schmunzeln, und wieder andere fand ich eher langweilig - aber auch das war okay so.

Die Farbe des Buches und das Cover im Allgemeinen finde ich gut gewählt, denn genau das ist es, was viele über Irland denken - die grüne Insel (das ist wirklich der Fall, ich kann es beurteilen, es sieht wunderschön aus, und sehr facettenreich), die vielen Schafe (ja auch die gibt es) und natürlich das Kleeblatt.

Das Buch hat seine Schwächen, weil der Witz manchmal bröckelt, und es wahrscheinlich auch nicht jedermann Humor ist - so ging es mir zum Teil auch, vielleicht auch weil ich zunächst doch etwas anderes erwartet hätte. Aber alles in allem ist es ganz okay, auch wenn es mich dann doch nicht richtig überzeugen konnte.

3 von 5 Punkten.

btb
Taschenbuch
318 Seiten
14,99 Euro
ISBN 9783442754847

Donnerstag, 18. Juni 2015

Kurzrezi: Buch: Nicholas Vega "Der Junge, der Glück brachte"

Inhalt:
Lynette muss den Tod ihrer Mutter verarbeiten, der Ladenbesitzer vom Spieleverleih gibt ihr ein Buch. In diesem schenkt der neunjährige Jeronimus den Menschen Kristalleier, die Glück bringen...Lynette taucht komplett in das Buch ein und hilft Jeronimus...

Meine Meinung:
Nachdem ich einige sehr positive Rezensionen zu diesem Buch gelesen hatte, wollte ich es auch unbedingt lesen. Meine Erwartungen hielten sich trotz der guten Rezensionen in Grenzen.
Allerdings wurde ich trotzdem enttäuscht. Mir ist das Buch irgendwie zu abgefahren, und vorallem oft zu langatmig. Das ist sehr schade, denn ich denke aus der Geschichte hätte man echt viel machen können.

Mir fehlt an einigen Stellen das Einfühlungsvermögen bestimmter Protagonisten. Und den Vater von Lynette finde ich stellenweise auch ganz schlimm, wobei ich sein Verhalten schon irgendwie teils verstehen kann.

Die Protagonisten konnten mich leider nicht in ihren Bann ziehen, ich konnte mich nicht richtig in sie hineinversetzen, sie sind mir irgendwie zu platt.

Schade.

1 von 5 Punkten

 Taschenbuch
316 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9781495335433

Samstag, 13. Juni 2015

Buchrezension: Annabel Pitcher "Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims"

Inhalt:
Die Schwester von Jamie und Jas ist vor 5 Jahren bei einem terroristischen Anschlag in London gestorben. Jamie ist mittlerweile 10 und kann sich nicht mehr richtig an seine Schwester erinnern, eigentlich weiß er alles nur aus Erzählungen. Doch seit dem Tod von Rose ist nichts mehr wie es war. Seine Mutter ist ausgezogen, sein Vater verzweifelt an seiner Trauer und betäubt diese mit Alkohol. Und Rose lebt in einer Urne auf dem Kaminsims weiter...

Meine Meinung:
Dieses Buch ist gut zu lesen, ich habe es verschlungen. Der Schreibstil der Autorin macht dies gut möglich. Das Buch ist nicht sonderlich dick, aber ich finde, wäre es dicker, würde die Geschichte vermutlich dann doch schnell langweilig werden, beziehungsweise langatmig.

Die Charaktere sind liebevoll gestaltet, und im Großen und Ganzen mochte ich sie. Den Vater von Jamie und Jas fand ich in manchen Momenten abstossend, aber genau das macht ihn auch aus. Er ist derjenige der am meisten trauert und mit seiner Trauer einfach nicht umzugehen weiß. Die Kinder mussten dadurch reifer werden, als andere es in ihrem Alter sind. Auch das ist nach so einem Schicksalsschlag gar nicht so ungewöhnlich.
Das Jamie sich nicht mehr richtig an seine Schwester erinnern kann finde ich auch natürlich, schließlich war er da noch ein recht kleines Kind.

Was ich allerdings schade finde, ist, dass es die beschriebenen Terroranschläge nie gab - soweit ich dies herausfinden konnten - ich weiß es ist nur eine Geschichte, trotzdem hätte ich es sinnvoller gefunden, da nichts zu erfinden, sondern einen Anschlag den es wirklich gab für die Geschichte zu verarbeiten.

Ansonsten finde ich die Geschichte einfühlsam geschrieben und könnte mir auch vorstellen, dass es wirklich so ablaufen kann, nach dem Tod eines Kindes. Ich hätte aber gedacht, dass dieses Buch noch gefühlvoller ist und mich auch nachdenklicher macht.

3 von 5 Punkten.

Goldmann
Taschenbuch
220 Seiten
8,99 Euro
ISBN 9783442479962

Mittwoch, 10. Juni 2015

ebook-Rezension: Felicity Green "Efeuranken - Das Geheimnis von Connemara Teil 2"

Achtung könnte Spoiler enthalten, da es sich um Band 2 handelt.
Inhalt:
Alice befindet sich in der Anderswelt, nachdem sie von Morrigan - der Phantomkönigin dorthin entführt wurde. Diese will die Seele von Ciara, die sich in Alice befindet. Doch Alice will diese nicht hergeben.
Währenddessen ist Dylan weiterhin in der Menschenwelt und kann auch nicht in die Anderswelt zurück, da er seine magischen Fähigkeiten hergeben musste. Doch eine Druidin hat eine Idee und Dylan versucht nun Alice zu retten und ihr so auch seine Liebe zu beweisen...

Meine Meinung:
Auch Band 2 war wieder spitzenmäßig, ich habe sehr mitgefiebert, was nun als nächstes mit Alice und auch mit Dylan passiert. Ich hab gemeinsaam mit Dylan und Alice gebangt, gehofft und gewartet was als nächstes passiert. Die Geschichte ging gleich spannend weiter und setzt dort an, wo Band 1 geendet hat.
Wie es um die Liebe von Alice und Dylan weitergeht, wollte ich nach Band 1 wissen und das habe ich in Band 2 auch erfahren.

Von Irland erfährt man in diesem Band nicht so viel, dafür erfährt man umso mehr über Sagen aus der Anderswelt, auch das finde ich sehr spannend, und vorallem auch gut umgesetzt so.

Die Geschichte ist sehr emotional gestaltet, auch das sagte mir sehr zu. Die Autorin hat sehr viel Liebe und Feingefühl in die Gestaltung dieser Geschichte und der Personen gelegt. Beim Lesen kann man förmlich die Liebe spüren, welche die Autorin in ihre Geschichte gelegt hat. Das ist einfach wahnsinn. Auch das sie sich sehr ausgiebig mit dem Thema beschäftigt haben muss, kommt gut zur Geltung. Das gefällt mir sehr gut.

Die Charaktere sind auch hier wieder sehr toll und man erfährt noch mehr über sie, dass ich Stück für Stück mehr über die Charaktere erfahren habe, war gut so. Ich denke auch das man in Teil 3 vielleicht noch mehr erfährt.

Der Schreibstil lässt sich auch in diesem Band sehr flüssig lesen und ist ansprechend.

Gern würde ich jetzt sofort Band 3 lesen, aber leider gibt es diesen noch nicht. Dieser wird von der Autorin erst noch geschrieben, und ich kann sagen, dass ich mich schon riesig auf ihn freue.

5 von 5 Punkten.

CreateSpace Independent Publishing Platform
ebook
376 Seiten hat die Taschenbuchausgabe
ebook 3,99 Euro
ASIN B00V95GVU8

Montag, 8. Juni 2015

Hörspielrezension: Charles Dickens "Die große Hörspieledition"

Inhalt:
In dieser Hörspieledition sind die Hörspiele "Oliver Twist", "Grosse Erwartungen" und "David Copperfield" zu finden.

"Grosse Erwartungen"
Der Waisenjunge Pip wächst bei seiner Schwester und deren Mann auf. Eines Tages wird er bei der reichen Miss Havisham eingeführt, um ihr und der Pflegetochter Gesellschaft zu leisten. Pips Erwartungen werden geweckt...

"Oliver Twist"
Oliver Twist reißt aus dem Waisenhaus aus, als er das Elend dort nicht mehr erträgt. Zunächst gerät er in die Fänge einer Diebesbande, und dann kommt er zu Mr. Brownlow...doch auch da schwebt er in Gefahr.

"David Copperfield"
David hört sehr oft, schon als kleines Kind, das er das Unglück müde machen muss. Und das lernt er im Lauf seines Lebens auch. Er muss den Tod seiner Mutter ertragen, die viel zu früh stirbt. Nach einigen Jahren im Internat, schlägt er sich selbst nach London durch.

Meine Meinung:
Mich konnten leider alle 3 Hörspiele nicht wirklich überzeugen, das finde ich sehr schade. Die Geschichten an sich, sind gar nicht schlecht und sagen mir auch schon zu. Ich glaube ich werde diese 3 Geschichten auch nochmal lesen, um sie besser wahrzunehmen.

Die Hörspiele sind eher langweilig und eher Hörbuch, als Hörspiel. Es fehlen Geräusche etc. Das finde ich in diesem Fall sehr schade.Ich denke aus den Geschichten hätte man schon mehr rausholen können, auch an der Vertonung.

Anstrengend fand ich das Zuhören an einigen Stellen leider auch. Dies lag vor allem daran, dass die Lautstärke der Stimmen so wechselhaft war, manchmal war es so leise, dass ich die Lautstärke um einiges hoch stellen musste. Kurz darauf, waren die Stimmen dann leider wieder viel zu laut (durch das notwendige Lauterstellen) und ich musste den Player wieder leiser stellen. Das ist sehr nervig. Aber man hört auch nichts, wenn man nicht lauter macht, von daher ist das doof gelöst. Ich denke das Flüstern muss in einem Hörspiel nicht umgesetzt werden.

David Copperfield habe ich sogar abgebrochen zu hören, weil es so blöd zum anhören war, vielleicht lag das zum Teil auch an den Stimmen, die teils eher monoton und ohne Gefühl ihren Text vorgetragen haben.

Ich werde mir die Geschichten alle nochmal als Buch durch lesen, einfach weil ich die Geschichten besser aufnehmen möchte. Schade, dass diese so doof umgesetzt wurden.

1 von 5 Punkten

Der Hörverlag
9 Cds
Laufzeit insgesamt ca 595 Seiten
29,99 Euro
ISBN 9783867178150