Montag, 28. Oktober 2013

Tiffany Reisz "Gesetze der Lust"

ACHTUNG kann Spoiler enthalten, da 2. Teil
Inhalt:
Die Geschichte um Nora und Sören geht weiter. Die beiden leben ihre Fantasien weiterhin aus, was nicht immer so günstig ist, da Sören Priester ist. Als er dann als Bischofskandidat in Frage kommt, müssen die beiden aufpassen. Gerade weil eine Journalistin genauere Nachforschungen über Sören anstellt. Denn sie hat einen anoymen Hinweis bekommen, dass es einen Interessenkonflikt gibt. Daher schickt er Nora aufs Land zu Griffin. Dort soll auch Michael mit hin und als Sub ausgebildet werden. Die Ausbildung wird Nora übernehmen...

Meine Meinung:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen soviel schon mal dazu. Es ist erotisch, liebevoll, und vorallem nicht übertrieben geschrieben. Das gefiel mir sehr gut. Es war eine gute Mischung aus Erotikroman und Liebesroman. Und durch die Geschichte um Sören kam vorallem auch die Spannung nicht zu kurz.
Ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht, wann Nora wieder zu ihm zurück darf. Wie es mit ihm und vorallem mit beiden als Paar weitergeht. Aber auch die Sub-Ausbildung von Michael fand ich sehr interessant, wobei diese fast noch ein bisschen ausführlicher hätte beschrieben sein können.
Die erotischen Szenen sind sehr ansprechend. Sie sind nicht billig, im Gegenteil, sie haben Stil. Und genau das gefiel mir auch schon am ersten Buch von Tiffany Reisz.
Die Wortwahl ist sehr gut, vorallem auch abwechslungsreich, was dem ganzen was besonderes verleiht. Die Autorin weiß mit den Wörtern zu arbeiten, sie richtig einzusetzen.
Die Charaktere sind gut beschrieben, man erfährt ein bisschen mehr über sie, als es im ersten Band der Fall war. Auch das hat mir gut gefallen, weil sie so noch mehr Gestalt angenommen haben, ohne das es langweilig wurde.
Nora ist eine starke Persönlichkeit, die weiß was sie will, dies auch klar ausdrücken kann. Nicht jeder kommt mit ihrer sexuellen Orientierung klar. Aber das ist auch in so einem Fall zu erwarten.
Sören stell ich mir unglaublich attraktiv vor und die dominante Art ist im Buch gut beschrieben und ich konnte mir diese sehr gut vorstellen.
Michael ist halt noch sehr unerfahren, was man ihm auch in den meisten Situationen sehr doll anmerkt, aber genau das macht ihn sympathisch, denn er lernt ja noch. Er hat sein sexuelles Interesse ja gerade erst herausgefunden. Und ich denke damit erstmal umzugehen ist auch nicht so einfach für viele. Vorallem da seine Eltern ein sehr großes Problem damit haben und er - vorallem wegen seinem Vater- keine einfache Kindheit hatte.
Alles in allem macht dieses Buch schon Lust auf mehr. Es ist anregend möchte ich mal sagen...

5 von 5 Punkten

Mira Taschenbuch Verlag
Taschenbuch
460 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783862788071

Samstag, 12. Oktober 2013

Simone Buchholz "Bullenschweine"

Inhalt:
In Hamburg werden 2 Polizisten brutal ermordet. Die Staatsanwältin Riley und die Kripo ermitteln in diesem Fall. Sie geraten dabei selbst in Gefahr. Es geht um Korruption, Gefälligkeiten, Freundschaften...

Meine Meinung:
So ganz konnte mich dieses Buch nicht begeistern. Ich vermute auch, dass ich kein Buch mehr lesen werde, welches von der Staatsanwältin Riley handelt.
Irgendwie plätscherte es nur so vor sich hin, wirklich spannend fand ich es die ganze Zeit nicht. Das fand ich schade. Dadurch fehlt halt einfach zu viel. Es passiert zwar alles Schlag auf Schlag, aber es konnte mich einfach nicht fesseln. Es war in meinen Augen auch einfach zu viel, was auf den wenigen Seiten passiert. Zu überladen sollte ein Buch halt auch nicht sein - denn auch das kann meiner Meinung nach die Spannung nehmen. Der Schreibstil war nicht so ganz meins irgendwie. Es lässt sich zwar flüssig lesen, aber manchmal bin ich beim lesen doch abgedriftet. Es ist mir nicht nervenaufreibend genug geschrieben.
Ich konnte mich allerdings auch nicht richtig in Riley und Co reinversetzen. Vielleicht war auch das ein Hauptproblem. Auch find ich es komisch, dass die Staatsanwältin selbst mit ermittelt, das ist so unrealistisch. Ich denke auch das ist einer der Punkte, warum ich dieses Buch nicht mochte.
Eigentlich klang es vom Thema her so gut, aber es war leider sehr schlecht umgesetzt.
Die Punkte gibt es noch für das Thema, die Idee dazu und dafür das es recht flüssig zu lesen war.


2 von 5 Punkten

Droemer Knaur
Taschenbuch
222 Seiten
12,99 Euro
ISBN 9783426226438

Sandra McKee "Das Leben, das man wählt"

Inhalt:
Theresa hat sich eigentlich alle ihre Träume schon erfüllt...sie ist verheiratet, hat 2 tolle Kinder. Davon hat sie schon als kleines Kind geträumt. Nun ist sie Ende 20 und denkt über ihr Leben nach. Manchmal ist sie schon genervt von ihrem Mann und das er sie oft mit den Kindern allein lässt, welche auch nicht immer einfach sind. Um mal Abstand vom Alltag zu bekommen, beschließt sie zu ihrer Freundin Lena nach Irland zu fliegen.  Diese plant eine Rundreise mit Theresa. Schon an ihrem ersten Abend trifft sie in einem Pub auf den Lebenskünstler Ian. Und schon wird alles anders...

Meine Meinung:
Traumhaft, das Buch ist einfach traumhaft. Das schon mal vorweg. Es konnte mich von vorn bis hinten begeistern.
Ich bin selbst wie die Protagonistin auch Ende 20, habe aber im Gegensatz zu ihr noch nicht alles erreicht was ich möchte. Aber trotzdem bringt mich das dem Buch doch irgendwie ein ganzes Stück näher. Ich konnte mich in ihre Gedanken und Gefühle gut reinversetzen. Vielleicht auch gerade, weil man mit Ende 20 ganz gewisse Vorstellungen von Leben hat.
Ich konnte auch gut ihre Flucht aus dem Alltag nachvollziehen, manchmal möchte ich auch aus meinem fliehen. Und auch ich könnte mir eine Flucht nach Irland gut vorstellen.
Dass dieses Buch in Irland spielt, dafür gibt es einen weitern Pluspunkt. Denn Irland ist einfach toll. Ich liebe dieses Land. Die Beschreibungen in dem Buch sind klasse. Sie passen einfach so total. An vielen Stellen, von denen im Buch berichtet wird, war ich auch schon. An einige andere Stellen möchte ich jetzt hin. Wie die Autorin Irland beschreibt, ist traumhaft. Man spürt, dass sie in gewisser Weise stark mit Irland verbunden ist, denn ich denke nur jemand der dieses Land so liebt, kann so dadrüber schreiben, wie es in dem Buch passiert ist. Das ist auch ein Punkt der mir gut gefällt. Und dadurch das Theresa das Land mit einem Einheimischen bereist, ist toll, denn so erfährt man was über Irland, was man sonst vermutlich nicht so gut hätte erfahren können, bzw wäre es für die Autorin sonst nicht so einfach gewesen, dass einzubinden.
Theresa gefällt mir als Charakter sehr gut, ich kann mich in gewisser Hinsicht mit ihr identifizieren. Ich kann auch gut nachvollziehen, wie es ihr in Irland geht.
Auch Lena die, das Gegenteil von Theresa ist mag ich sehr. Über sie erfährt man nicht so viel, aber das was man über sie erfährt, zeigt dass sie sehr lebenshungrig und lebenslustig ist. Und vieles recht locker nimmt. Sie ist nicht so konservativ wie Theresa.
Ian - ich denke mich hätte er in live auch begeistern können, so wie er beschrieben ist. Die Leichtigkeit die er hat, das Lockere was er verkörpert. Ich mag das einfach. Das Leben ist auch so viel zu ernst, da muss man sich auch das Leichte bewahren find ich.
Wie Theresa sich verliebt und in welchem Gewissenskonflikt sie das Ganze führt ist gut beschrieben und somit auch gut nachvollziehbar.
Und genau das zeigt das Buch auch sehr.
Es lässt sich sehr gut und schnell lesen, und ich wollte es oftmals gar nicht mehr aus der Hand legen, einfach immer weiter lesen, so sehr war ich gefesselt.

5 von 5 Punkten.

Telescope Verlag
Taschenbuch
262 Seiten
15,00 Euro
ISBN 9783941139558

Sonntag, 6. Oktober 2013

Allen Zadoof "Boy Nobody"

Inhalt:
Zach wurde als Kind schon zu einem Soldaten ausgebildet. Er heißt aber bei jedem Auftrag anders, Gefühle kennt er nicht, er weiß mit jeder Situation umzugehen...seine Zielobjekte hat er bisher immer schnell beseitigt gehabt, doch bei einem Auftrag kommt er ganz eindeutig an seine Grenzen...

Meine Meinung:
Ich bin gut in das Buch rein gekommen, Zach konnte mich von Anfang an in seinen Bann ziehen. Auch wenn ich das Thema an sich sehr heftig finde, und es teilweise auch so heftig rüber kam, so war es mir teilweise doch ein bisschen zu mild. Ich habe bei Zach die Gewissenskonflikte gut nachempfinden können, aber manchmal waren mir diese nicht gut genug ausgearbeitet. Aber das war eher selten der Fall. Alles in allem finde ich, dass dieses Thema gut umgesetzt wurde. Es ist auch ein sehr ansprechendes Thema, wie ich finde. Denn auch in der realen Welt gibt es Auftragskiller, auch wenn diese anders ausgebildet werden, und sich vermutlich eher selbst für ihren Weg entscheiden, als Zach es hier konnte.
Für einen Jungen seines Alters, hat er viel erlebt, Mut bewiesen zum Teil, sich aber auch manchmal einschüchtern lassen, was aufgrund seines Alters und wie er aufgewachsen ist, nicht verwunderlich ist.
Die Spannung setzt gleich zu Beginn des Buches ein und beschreibt einen schönen Spannungsbogen. Dieser wurde gut aufrecht erhalten und kam nie zum erliegen. Unterbrechungen, was die Spannung betrifft gab es keine. Ich wollte immer so bald wie möglich wissen, wie es mit Zach und seinem Auftrag weitergeht, was er dabei noch so alles erlebt, wie er sich entscheidet - und auch wie er seine Entscheidung begründet.
Auch das Ende fand ich sehr interessant und hat mich doch sehr überrascht, muss ich sagen. Und genau das finde ich auch gut an diesem Buch - es konnte mich überraschen.
Alles in allem fand ich das Buch sehr gut, auch die Charaktere konnte mich überzeugen.
Für mich ist dieses Buch aber nicht überragend, dazu fehlt das gewisse Etwas - von dem ich nicht mal genau definieren kann, was es ist.


4 von 5 Punkten.

Bloomoon Verlag
Hardcover
335 Seiten
16,99 Euro
ISBN 9783845800059

Vielen Dank an Blogg dein Buch

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